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Aquariumunterschrank im Eigenbau
Warum Selbstbau?
Entschliest man sich für die Anschaffung eines großen Aquariums hat man mit mehreren Problemen zu kämpfen. Eines dieser Probleme ist die Schaffung eines passenden Unterschrankes. Zwar sind ausreichend Modelle verfügbar, jedoch ist deren Konstruktion nicht auf die anfallende Last eines großen Aquariums ausgelegt. Hat man das Glück doch einen zu finden steht man staunenden davor ud träumt davon, wie er sich in der eigenen Wohnug machen würde. Dies wird aufgrud des Preises auch nur ein Traum bleiben. Jetzt bleiben nicht mehr viele Alternativen und eine heist Eigenbau.
So wirds gemacht
Schritt 1 von 5
Aquarium und Unterschrank
Die Grundfläche des Unterschrankes sollte an allen 4 Seiten mindestens 1 cm größer als das Becken sein, um später eine Kiesblende umlaufend anbringen zu können.

Im Baumarkt fanden sich Arbeitsplatten mit den Maßen 270 x 60 x 2,8 cm in der gewünschten Farbe, welche eine doppelt-runde Kante hatten und das Furnier noch 2 cm auf die andere Seite umgeleimt war. Ich ließ im Baumarkt 2 Stück dieser Platten folgendermaßen zuschneiden: 2 Platten 152 x 52 cm und 4 Platten 48 x 50 cm. Die Schnittreste mitnehmen!

So ergeben sich bereits eine Deck- und eine Bodenplatte sowie die 4 tragenden Seitenwände (Skizze 1). Die Schnittstellen an der Deck- bzw. Bodenplatte werden mit Kantenumleimern versehen.
Skizze Unterschrank Teil 1
Schritt 2 von 5
Die Seitenwände soll man, wie auf der Skizze zu sehen, von außen 1-2 cm nach innen setzen, das verbessert die Optik des Schrankes ungemein.

Die inneren Wände wurden 60,5 cm von den äußeren Wänden nach innen gesetzt. Das Maß ergibt sich aus der gewünschten Türbreite. Im Baumarkt finden sich Regalbretter von 30 x 120 cm. 2 Stück von diesen läßt man von jeder Seite (wegen dem Umleimer) 49,5 cm abschneiden. und hat somit gleich 4 passende Türen.
Aus Gründen der Stabilität wird eine 19 mm Spanplatte als Rückwand eingesetzt und mit den Seitenwänden verschraubt. Als zusätzliche Versteifung und als Türanschlag wurde in den Schrankfächern in der Mitte je ein "T" aus den Resten der Arbeitsplatte passgenau gefertigt und eingesetzt. Für weitere Stabilität zwischen den Schrankfächern sorgt eine weiter Platte aus Resten der Arbeitsplatte als Regalfach. Siehe Auch Skizze 2 .
Skizze Unterschrank Teil 2
Schritt 3 von 5
Aus dem Material der Rückwand wurden noch 2 Einlegeböden gesägt und mit Kantenumleimern versehen. Dabei wurde im linken Schrankfach ein kleinerer Boden verwendet um ein hohes Schrankteil für Filter oder ähnliches zu reservieren. Im rechten Schrankteil ist der Fachboden durchgehend aber nicht so tief, da er hinter der Längsstütze vorbeiführt.
Skizze Unterschrank Teil 3
Schritt 4 von 5
Die Türen sollten wieder aus optischen Gründen 0,5 bis 1 cm nach nach innen gesetzt werden. Für die Türen werden Schrankscharniere mit Innenanschlag benötigt. Damit scheiden die preiswerten Scharniere meist aus, denn die jetzt benötigten Scharniere sind meist die teuersten im Baumarktregal. Weiterhin benötigt man für die Scharniere einen Topfbohrer mit dem entsprechenden Bohrdurchmesser, um die Scharniertöpfe zu versenken.
Skizze Unterschrank Teil 4
Schritt 5 von 5
Alle Verbindungen zwischen den Seitenwänden und der Deck- bzw. Bodenplatte wurden mit 8er Holzdübeln, Holzleim und 40er Spanplattenschrauben fixiert. Die Rückwand und der Regalboden in der Mitte wurden nur geschraubt. Das "T" als Türanschlag wurde geleimt und gedübelt. Die Fachböden sind nur auf entsprechende Halterungen aufgelegt.

Bei Kabel- und Schlauchdurchführugen sollte man darauf achten, dass diese nicht nur für die jetztigen Anforderungen genügen sondern ausreichd Platz für spätere Erweiterungen bieten.